Aus den Sitzungen des Gemeinderates
Zivilschutz Tösstal; Budget 2026
Der Gemeinderat hat das Budget 2026 des Zweckverbandes Zivilschutz Tösstal genehmigt. Es sieht einen Aufwandüberschuss zu Lasten der Zweckverbandsgemeinden von CHF 285’930.00 vor. Auf die Gemeinde Bauma entfällt ein Anteil von CHF 71’700.00 (Vorjahr: CHF 71’800.00).
Mitgliedschaft in der Energieregion Zürcher Oberland EZO
Aufgrund der notwendigen Anpassung an den Klimawandel und der angestrebten Dekarbonisie-rung stellen sich auf kommunaler Ebene wachsende sowie neue Anforderungen. Dies betrifft die Energieplanung sowie weitere Bereiche. Die Regionalplanung Zürcher Oberland RZO führte be-reits 2023 eine Umfrage unter ihren 20 Mitgliedsgemeinden durch. Sie wollte klären, ob es Be-darf zur Zusammenarbeit bei Energiethemen gibt und ob die Regionalplanung dazu aktiv werden soll. Eine Mehrheit der RZO-Gemeinden bekundete grundsätzliches Interesse. Die RZO hat da-rauf ein Konzept erarbeitet und den RZO Gemeinden empfohlen, einen separaten Verein zu gründen.
Das mögliche Aufgabenspektrum einer Energieregion reicht von der Erarbeitung gemeinsamer Grundlagen wie einem regionalen Energiekonzept, Austausch zur Einführung oder Optimierung einer smarten Strassenbeleuchtung, gegenseitiger Unterstützung in der Nutzung von regionalen Energien wie zum Beispiel Energieholz, Energieberatungen für Private und Firmen bis zu Infor-mationsveranstaltungen für die Bevölkerung mehrerer Gemeinden und Projekten zur Energie-gewinnung.
Das kantonale Ziel, CO2 neutral zu sein bis 2040, mit Ausnahmen bis 2050, ist unter dem Titel «Netto Null» im kantonalen Energiegesetz festgeschrieben. Die Zürcher Gemeinden sind ange-halten, an der Umsetzung mitzuwirken.
Der Gemeinderat hat beschlossen, im zu gründenden Verein Energieregion Zürcher Oberland (EZO) Mitglied zu werden.
Zusammenarbeit mit dem GZO bei der «Palliative Care»
Palliative Care hat das Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohli-chen und/oder chronisch fortschreitenden Erkrankungen sowie von deren Familien zu verbes-sern. Das frühzeitige Erkennen, eine sorgfältige Einschätzung und ein umfassendes Angebot an medizinischen und pflegerischen Behandlungen sowie psychologischer, spiritueller und sozialer Unterstützung ermöglichen eine ganzheitliche Behandlung und Betreuung. Die Bedeutung von Palliative Care ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Einerseits nehmen die chronischen Er-krankungen aufgrund der älter werdenden Bevölkerung zu, anderseits werden für die kommen-den Jahre steigende Sterbezahlen prognostiziert. Zu unterscheiden ist dabei die allgemeine Pal-liative Care von der spezialisierten Palliative Care. Die allgemeine Palliative Care ist für etwa 80% aller Patientinnen und Patienten, die Palliative Care benötigen, ausreichend. Die Hausärztin-nen und -ärzte spielen eine entscheidende Rolle in der allgemeinen Palliativ-Care-Versorgung. Auch für die Spitex gehört die allgemeine Palliative Care zum Grundangebot. Auch in Alters- und Pflegeheimen spielt Palliative Care eine zentrale Rolle, da sich dort die Mehrheit der Sterbefälle in der Schweiz ereignet.
Etwa 20% der Menschen, die palliativ betreut werden, benötigen ein bis mehrere Male speziali-sierte Palliative Care. Sie sind aufgrund einer instabilen Krankheitssituation und/ oder einer komplexen Behandlung auf ein spezialisiertes Betreuungsteam angewiesen.
Die Gemeinde Bauma hat die Bedeutung der spezialisierten Palliative Care schon früh erkannt: bereits 2014 hat der Gemeinderat beschlossen, die GZO Partner AG mit der ambulanten Erbrin-gung von spezialisierter Palliative Care zu beauftragen und hat 2016 eine entsprechende Leis-tungsvereinbarung abgeschlossen.
Dieser Leistungsvereinbarung für die ambulante Erbringung spezialisierter Palliative Care bein-haltete keine Regelung für die Erbringung von spezialisierter Palliative Care in den Alters- und Pflegeheimen in der Gemeinde Bauma. Die Kosten für die spezialisierte Palliative Care in den Alters- und Pflegeheimen wurden bis jetzt grosszügigerweise durch eine private Stiftung getra-gen. Um diese Versorgungslücke nachhaltig zu schliessen, ist die GZO Partner AG an den Ge-meinderat gelangt. Konkret soll die spezialisierte Palliative Care im Langzeitbereich durch sog. Mobile Palliative Care Teams (MPCT) erbracht werden, wobei sich der Kanton während drei Jah-ren hälftig an den Kosten beteiligen will.
Der Gemeinderat hat die Leistungsvereinbarung zwischen der Gemeinde Bauma und dem GZO Palliative Care Team, GZO Partner AG betreffend die Erbringung von spezialisierten Pflegeleis-tungen für Patientinnen und Patienten in palliativen Situationen im Pflegeheimen genehmigt. Die-se ist vorerst bis Ende 2028 befristet. Bei durchschnittlichen Kosten von CHF 700.00 pro Fall sind für die Gemeinde Bauma jährlich wiederkehrende Ausgaben in der Höhe von bis zu CHF 3500.00 zu erwarten, wobei die Fallzahlen und Fallkosten insbesondere demografisch bedingt tendenziell zunehmen werden.
Neues Vorprojekt für neuen Bushof Pfäffikon
Seit längerem plant die Gemeinde Pfäffikon den Neubau ihres Bushofes am Bahnhof. Bereits 2020 hat der Gemeinderat den vom Gemeinderat Pfäffikon vorgeschlagenen Kostenverteil-schlüssel zugestimmt. Das seinerzeitige Projekt konnte durch die Gemeinde Pfäffikon nicht wei-terverfolgt werden, da die Gemeindeversammlung Pfäffikon 2022 den beantragten Projektie-rungskredit zurückgewiesen hat.
Im November 2024 hat die Gemeindeversammlung Pfäffikon einen Projektierungskredit für ein verändertes Bau- und Ausführungsprojekt «Neugestaltung Bushof Pfäffikon» bewilligt. Der Ge-meinderat Pfäffikon hat über das in der Folge erarbeitete Vorprojekt informiert.
Das neue Vorprojekt sieht im Endausbau insgesamt sieben Bushaltekanten vor. ln einem ersten Ausbauschritt werden sechs davon realisiert. Die siebte Haltekante kann erst im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt zur Perronverlängerung der SBB realisiert werden, da sie sich auf der heutigen Entwässerungsgrube der SBB befindet. Der Betrieb kann mit sechs Haltekanten voll-umfänglich gewährleistet werden. Das Drittprojekt der SBB zur Perronverlängerung wird ge-mäss aktuellem Wissensstand bis im Jahr 2035 umgesetzt sein.
Gemäss der erhobenen Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für den Neubau des Bushofs, inkl. dem erforderlichen Landerwerb, auf insgesamt CHF 10’094’000.00 (Kostengenauigkeit +/- 25 %, Preisbasis Juni 2025). Gegenüber der Kostenschätzung des ersten Vorprojektes (Variante Businsel) vom 30. August 2019 ergeben sich mithin Mehrkosten von rund CHF 1.4 Mio. Die höheren Kosten im aktuellen Vorprojekt gegenüber dem ursprünglichen können durch meh-rere Faktoren erklärt werden. Der grössere Projektperimeter aufgrund von Anpassungsarbeiten und ein neuer Parkplatz im Osten sowie der damit verbundene grössere Landerwerb sind mass-geblich.
Das Gesetz über den öffentlichen Personenverkehr (schreibt vor, dass sich Nachbargemeinden, welche ein bedeutendes Interesse an einem Vorhaben haben, finanziell beteiligen müssen. Bei unverändertem Kostenverteiler entfällt auf die Gemeinde Bauma ein Kostenanteil von neu CHF 445’259.00 (8,82%, nach Abzug der Beiträge von Bund und Kanton). Der Gemeinderat hat dem Kostenverteilschlüssel mit einem Kostenanteil der Gemeinde Bauma von CHF 445’259.00 zuge-stimmt. Vorbehalten bleibt die Kreditbewilligung durch die Gemeindeversammlung.
